KULTURABEND



Freunde treffen, die Gastfreundschaft pflegen und von Kundigen in Musik, Kunst und Literatur geführt zu werden. Unter diesem Leitsatz haben wir unsere Kulturabende ins Leben gerufen.

Ein Blick in "vergangene Veranstaltungen" gibt Ihnen einen Eindruck über die mehr als 50 Kulturabende und die vielen Künstler, welche wir schon bei uns zu Gast hatten.


Die kommenden Veranstaltungen im Überblick:


Samstag, 17. Juni 2017, 15:30 Uhr

Schloss Wildegg
Kulturabend.ch geht nach draussen!

Führung "Vom Keller bis unters Dach" durch das weitgehend mit der ursprünglichen Einrichtung erhaltene Haus, Lustwandeln durch den historischen Garten mit über 300 alten Kulturpflanzen, Abendessen am Fuss des Schlossgartens im Gasthof Bären



Foto:Andreas Faessler


Foto:Erland Eichmann

   
Fotos: Gerhard Meier, 4.Mai 2017


Die barocke Schlossdomäne Wildegg ist ein authentischer Erlebnisort der Geschichte und der historischen Gartenkultur. Die feudale, die Landschaft majestätisch überragende Anlage mit Schloss, Nutz-, Lust- und Rosengarten, Rebberg, Wald, Gutshof und Manufakturen ist im Wesentlichen erhalten geblieben und in seinem konservierten Zustand einzigartig in der Schweiz. Dem Publikum erschliesst sich die Lebenswelt der Patrizierfamilie von Effinger in ihrer ganzen Vielfalt vom eleganten Wohnstil bis zur Verarbeitung der Feldfrüchte.

Der historische Garten wird vom Museum Aargau betreut und besteht aus einer Anlage mit über 300 alten Kulturpflanzen, Gemüse-, Getreide- und Beerensorten sowie Duft-, Würz- und Medizinalkräutern. Die Setzlinge werden bei der Stiftung ProSpecieRara bezogen, die sich für die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt einsetzt.

1912 vermachte die letzte Vertreterin des Geschlechts, Julie von Effinger, die Schlossdomäne samt Mobiliar und Ländereien der Schweizerischen Eidgenossenschaft. 2011 übertrug der Bund für Fr. 1.- das gesamte Anwesen an die vom Kanton Aargau errichtete Stiftung Schlossdomäne Wildegg. Diese hat den Auftrag, diese einzigartige Kulturlandschaft von nationaler Bedeutung in ihrem Charakter zu erhalten.

Der Preis pro Person für Führung und Besichtigung des Schlossgartens (ohn  e Nachtessen) beträgt Fr. 25.-




Samstag, 2. Dezember 2017, 19. Uhr

"Die Zaubeflöte"
Eine klingende Zeitreise durch die
Entwicklungsgeschichte der Querflöte


präsentiert und gespielt durch Oskar Peter




Traversflöte


Die Flöteninstrumente gehören zu den ältesten Musikinstrumenten überhaupt. Für die Querflöte gibt es in der abendländischen Musikentwicklung zwei bedeutende bautechnische Entwicklungseinschnitte. Sie liegen einerseits am Ende des 17. Jahrhunderts und andererseits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die eigentliche Blütezeit der solistischen und kammermusikalischen Querflötenmusik fällt demnach in das 18. Jahrhundert, die Zeit des musikalischen Spätbarock und der Klassik. Die normalerweise aus exotischen Hölzern verfertigte Traversflöte – so genannt wegen der konischen Bohrung des Rohres – galt mit ihrem weichen, geschmeidigen und farbenreichen Klang als Sinnbild für schmeichelnde Süsse, Anmut, Liebreiz und Zärtlichkeit. So verwendet beispielsweise J. S. Bach in der Arie "Ei, wie schmeckt der Coffee süsse, lieblicher als tausend Küsse" seiner Kaffeekantate neben der Sopranstimme (Liesgen) eine spielfreudige Traversflöte, um dies zu illustrieren.
Die Klangvielfalt der verschiedenen Instrumente und Musikstile versprechen eine passende Einstimmung auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit. Am Cembalo, Hammerklavier und modernen Klavier wird Gerhard Meier assistieren.

→ Oskar Peter



Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr

Peter von Matt:
"Wörterleuchten"


Sechzig Gedichte, sechzig Charaktere, sechzig Versschicksale: In seinem neuen Buch "Wörterleuchten" bringt Peter von Matt deutsche Lyrik zum Glühen. In der hohen Kunst, das Schwierige einfach erscheinen zu lassen und das Verborgene sinnfällig zu machen, ist er ohne Konkurrenz.
Peter von Matt hat Glück mit Titeln. Seine Buchtitel locken unsere Neugier, unser spontanes Interesse an. So auch mit seinem neuen Buch. Der Titel wirkt wunderbar selbstverständlich, man muss freilich darauf kommen. Dass Wörter leuchten, klingt ebenso atmosphärisch wie epiphanisch. Ein Wetterleuchten scheint nicht fern. Oder gar der Blitz von Erkenntnis oder Wandlung.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat er sechzig kleine Deutungen geschrieben, die meisten für die "Frankfurter Anthologie". Es sind einzeln gefasste Edelsteine, Diamanten. Oder auch Baumriesen, freistehend vor dem grossen Wald der deutschen Lyrik.

(aus einer Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
von Harald Hartung, gekürzt)



Peter von Matt


Am Kulturabend im Zollikerberg wird er die Entstehung des Buches, das insbesondere in Deutschland sehr erfolgreich war, schildern, Gedichte aus diesem Band sowie einige weitere Texte projizieren, lesen und die Deutungen dazu vortragen. Es kann dabei auch zu Gesprächen kommen.

→ Peter von Matt





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